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Dreamcast
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Seit Ankündigung der PlayStation 4 freuen sich viele von euch auf The Witness. Lange Zeit war es ein gut gehütetes Geheimnis, worum es im Spiel geht. Nun cirka 3 Jahre nach dem ersten Video dürft ihr selbst in die bunte und ruhige Welt von The Witness eintauchen. Worum es wirklich im Spiel geht, bleibt vorerst allerdings weiterhin ein Rätsel.

Was an The Witness als erstes auffällt, ist die Präsentation. Solltet ihr euch auf einen gefühlvollen Soundtrack gefreut haben, schraubt diesbezüglich eure Erwartungen lieber zurück. Es ist nämlich sehr still auf der Insel. Einzig das Plätschern von Musik oder das beruhigende Geräusch eines gelösten Rätsels versorgen eure Ohren mit Input. Interessanterweise stört diese Stille kein Stück. Es ist bemerkenswert, dass alleine die Optik für die dichte Atmosphäre ausreicht. Und Halleluja, sieht das schön aus!

Nicht nur die torbunten Laubblätter der oder die rosa schillernden Kronen der Kirschbäume sind ein Hingucker. Selbst farblose Gebilde, wie Marmorblöcke sehen hübsch aus und sorgen insgesamt für ein ungemein stimmiges Bild. Selbst wenn es nichts auf dieser Insel zu tun gäbe, könntet ihr Stunden damit verbringen, sie zu erkunden. Dass das so schnell nicht langweilig wird, verdankt The Witness der Vielfalt an Lokalitäten. Burgen, Werkstädten und Wälder sind nur ein paar der Orte, die es sich zu besuchen lohnt.

Bunte Kabel ziehen sich wie ein roter Faden durch die Insel. An diesen hangelt ihr euch von einem Rätsel zum nächsten. Man möchte meinen, dass es wenig Abwechslung bei dieser Art von Puzzle gibt. Wie viele Regeln können die Entwickler sich schon überlegen, um euch das Verbinden von Punkten zu erschweren? Die Antwort ist überraschend: Laut eigenen Angaben, verfügt The Witness über 700+ Puzzles. Wenn das mal nichts ist. Und meint nicht, dass ihr alle davon sofort durchschaut. Während manche Lösungen mehr oder weniger offensichtlich sind, werdet ihr oftmals länger als eine halbe Stunde, ja sogar mal über eine Stunde vor einem Rätsel sitzen und an eurer Intelligenz zweifeln. Umso befriedigender ist es, sobald ihr die Lösung dann heraus habt.

Das schöne daran ist die Tatsache, dass ihr keinem linearen Pfad folgt. Ihr werdet zwar feststellen, dass es eine Verkettung von Zielen gibt, doch wenn ihr mal nicht weiterkommt, steht es euch frei, woanders weiterzurätseln. Dadurch lernt ihr möglicherweise neue Regeln, die euch das Lösen der anfänglichen schwierigen Puzzles wiederum erleichtern.

Es gibt Spiele, die es schaffen, euch auf einer Meta-Ebene zu unterhalten. Anstatt euch mit Reizen zu überfluten oder euch packende Hollywood-Geschichten zu erzählen, wird eure Gedankenwelt in das Spielerlebnis miteinbezogen. So verhält es sich auch in The Witness. Ihr folgt durchweg unausgesprochenen Regeln. Ihr lernt durch Probieren. Ihr findet ohne zu suchen. Vermutlich bleibt eine gewisse Portion Philosophie bei Spielen dieser Art nicht aus und entsteht automatisch, wenn man sich lange an einem fremden Ort mit nichts als dem eigenen Grips beschäftigt. Wenn dieser Trip dann auch noch Spaß macht, dann haben die Entwickler etwas richtig gemacht. Jonathan Blow ist ein solcher Spielemacher. Das Talent, durch wenig Einsatz, große Emotionen zu erzeugen hat er bereits mit Braid gezeigt.

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